Katrin Behr
 

Ehrenamtliche Tätigkeiten:

1. Vorsitzende "Hilfe für die Opfer von DDR-Zwangsadoptionen" (OvZ-DDR e.V.)

* Im Februar 2008 wurde auf meine Initiative hin, mit sechs weiteren Personen, der Verein "OvZ-DDR e.V." (ausgeschrieben: Hilfe für die Opfer für DDR-Zwangsadoptionen e.V.) in Gera gegründet und mittlerweile in Berlin ansässig. Seit der ersten Stunde bin ich ehrenamtlich tätig.

* Weitere Informationen zu unserem Verein  finden Sie unter der dazugehörigen Domain ovz-ddr.de  

2. Initiatorin und Inhaberin der Suchportale nach vermissten Angehörigen aus der DDR 

Für mich sind es meine "Babys", für Andere vielleicht nur irgendwelche Internetseiten. Ich biete seit 2007 die Möglichkeit, kostenfreie Suchanzeigen nach vermissten Angehörigen online stellen zu lassen.

"zwangsadoptierte-kinder.de" besteht seit November 2007 

"personen-suche-ddr.de" besteht seit Januar 2008 (hier können sich auch Menschen aus der ehemaligen DDR suchen, die nichts mit dem Thema DDR-Adoption zu tun haben)

Alle Suchanzeigen werden nur durch mich bearbeitet und in meiner Freizeit online eingestellt. Ich übernehme keine Verantwortung für den Inhalt, sowie dem Wahrheitsgehalt der Suchanzeigen. 

 Verleihung der Goldene Henne 2014 

 "Goldene Henne 2014" in der Kategorie "Stille Helden".

(Quelle) Die Hennen für die guten Taten Berührende Momente waren es, als die Goldene Henne in den Kategorien "Stille Helden" und "Charity" verliehen wurden. Als stille Heldin wurde Katrin Behr ausgezeichnet. Sie gründete 2008 den gemeinnützigen Verein Hilfe für die Opfer von DDR-Zwangsadoptionen e.V. ("OvZ-DDR e.V.) in Gera. Katrin Behr war selbst ein Opfer der Zwangsadoption.

Verleihung der Goldene Henne "Stille Helden" auf ---> YouTube

 

 

 

 

Danksagung zur Verleihung der Goldenen Henne

Bei der Verleihung des Preises war ich sehr überwältigt und aufgregt. Mein Herz schlug mir bis zum Hals, noch nie stand ich vor so einem großen Publikum.  

Einiges hätte ich gerne noch gesagt, doch die mir erlaubte Redezeit war dafür zu kurz. Ich bitte daher um Verständnis, wenn ich vergaß,  weitere Namen in der Danksagung zu erwähnen.

Stattdessen habe ich die kurze Redezeit effektiver genutzt, um vor einem großen Publikum auf die Problematik Betroffenen von institutiellen Einrichtungen (Heimkinder und Betroffene von Zwangsadoptionen) in der ehemaligen DDR aufmerksam zu machen.  

Von ganzen Herzen danke ich allen Menschen, die mich auf diesem Weg unterstützt haben und mich heute noch begleiten .

Ohne die Hilfe verschiedener Akteure, wären wir sicherlich noch nicht dort, wo wir heute sind. Besonders bedanke ich mich bei den Menschen, die mich seit Ende 2013 intensiv bei der ehrenamtliche Aufarbeitung unterstützen. 

Aus einem ICH wurde ein WIR. 

© Katrin Behr

                                                                                                   

Preisverleihung zum Wettbewerb "25 Jahre Mauerfall: Geschichte erinnern - Gegenwart gestalten" in der Vertretung des Landes Brandenburg beim Bund am 9. Dezember 2014 in Berlin (Quelle)

Laudatio von Thomas Krüger:

Katrin Behr gründete 2008 den Verein OvZ-DDR e.V.: Hilfe für die Opfer von DDR-Zwangsadoptionen. Sie setzt sich mit ihrem Verein dafür ein, den Opfern von Zwangsadoptionen eine Stimme zu geben und das Thema zu enttabuisieren. Es geht, wie auf der Homepage des Vereins zu lesen ist, um "SED - DDR - politisch motivierte Kindesentziehungen und die daraus folgenden Zwangs-Adoptionen in neue systemtreue Familien." Sie kämpft für Aufklärung und Klarheit im Dickicht der Definitionen von Zwangsadoption, hinter der so unterschiedliche Lebensgeschichten stehen. Eine davon ist Katrin Behrs eigene Lebensgeschichte. Sie wuchs in Gera bei "linientreuen" Adoptiveltern auf. Bis zum Mauerfall glaubte sie ohne Zweifel ans System und die kommunistischen Werte, die die Ersatzeltern ihr vermittelten. Den Namen ihrer leiblichen Mutter erfuhr sie erst nach dem Mauerfall über Umwege. Dass diese ihr Kind nicht freiwillig zur Adoption freigegeben hatte, erfuhr Katrin Behr erst Jahre später. In ihrer Biographie "Entrissen" erzählt sie mutig von der Suche nach ihrer Identität und ihrer echten Familie.  

Viele Kinder wurden ihren Eltern weggenommen, die beim Verein eingehenden Anfragen sind kaum noch zu stemmen. Katrin Behr setzt sich dafür ein, Zwangsadoptierten zu helfen, sich zu erinnern und ihnen einen Teil ihrer Kindheit zurückzugeben.

Katrin Behr setzt sich unermüdlich dafür ein, das Thema in der Öffentlichkeit zu positionieren, leitet Selbsthilfegruppen und begleitet Menschen auf ihrem Weg der Aufarbeitung der eigenen Lebensgeschichte.